Vorwort

aus dem Vorwort zum Roman Des Trompetenmachers Sohn von Frank Bachmann:

Auf meinem Weg zu diesem Roman war ich nie allein. Schon seit langem haben mir Vertraute Mut gemacht, dem Trompetenmacher, seiner Familie und deren Umfeld zu Gesichtern zu verhelfen. Sie haben mir geholfen, nicht aufzugeben.

Die ersten zaghaften Versuche, diese Gesichter zu formen, haben bald dazu geführt, tiefer zu suchen, Dinge zu hinterfragen, nachzuhaken. Je tiefer ich forschte, desto mehr Fragen tauchten auf, habe ich Widersprüche in Aussagen, in Dokumenten, in Büchern und Berichten hinnehmen müssen. Und dabei wuchs und wuchs der Berg an Informationen.

Ich habe Informationen gefunden, die ich als Mensch nicht verstehen konnte, auch heute noch nicht verstehen kann. Aber sie waren, sind real. Allein schon diese Tatsachen haben ein Bild gezeichnet von Staaten, von Funktionären und Menschen, das mich erschütterte. Der Trompetenmacher war diesen Staaten, den Befehlausführenden, den Menschen ausgeliefert. Er hat aber auch Hilfe gefunden. Wenn er noch könnte, er würde den Helfenden danken. Seinem Sohn erging es besser, er kam in ein nicht gegen ihn, sondern für ihn gestaltetes Umfeld, das er dankbar annahm, sich mit ihm identifizierte und das ihm so zu einer Heimat wurde.

Eingebunden in den Roman sind auch vereinzelt authentische Briefe, Erlasse und Verfügungen von Behörden und Gerichten, die wörtlich wiedergegeben sind. Viele der in diesem Roman genannten Personen und deren Schicksale sind frei erfunden, nicht so der Trompetenmacher, sein Sohn und die, die mit ihm eng verbunden sind. Ähnlichkeiten mit lebenden oder nicht mehr unter uns weilenden Personen sind ganz absichtlich und gewollt.

Der Roman umfasst die Zeit zwischen 1893 und 1951. Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, das Gelesene auch zeitlich richtig einzuordnen, sind wichtige und unwichtige Tagesereignisse in den Roman integriert.

Frank Bachmann

weiter zum Bestellformular